Wäh­rend Usa­bi­li­ty die Benut­zer­freund­lich­keit eines bestimm­ten Gegen­stan­des anspricht, geht es bei der User-Expe­ri­ence um das Nut­zer­er­leb­nis, wel­ches sowohl nega­tiv, als auch posi­tiv aus­fal­len kann.

Die­ses Erleb­nis bezieht sich hier­bei auf den Bereich vor und nach der Benut­zung.

Defi­ni­ti­on und Bedeutung

In Pra­xis und Umgangs­spra­che wird die User Expe­ri­ence oft mit visu­el­lem Design, sowie inhalt­lich mit der Ver­wen­dung von bestimm­ten Schrift­ar­ten, Far­ben und ande­ren Desi­gnaspek­ten asso­zi­iert.

User Expe­ri­ence deckt aber ein weit­aus grö­ße­res Spek­trum der genann­ten Aspek­te ab, was aus der nach­fol­gen­den Defi­ni­ti­on ersicht­lich wird.

Fak­to­ren

User Expe­ri­ence umfasst eine Viel­zahl an Fak­to­ren von Emo­tio­nen, Vor­stel­lun­gen und den Wahr­neh­mun­gen des Nut­zers sowie phy­sio­lo­gi­sche und psy­cho­lo­gi­sche Ver­hal­tens­wei­sen, die sich sowohl vor und wäh­rend, als auch nach der Ver­wen­dung ergeben.

Sie erstreckt sich über sämt­li­che Arten von Dienst­leis­tun­gen und Pro­duk­ten. Spe­zi­ell für das Web stellt die User Expe­ri­ence einen essen­ti­el­len Fak­tor dar, wobei die gewon­ne­nen Erkennt­nis­se sich über das Web hin­aus anwen­den lassen.

Es ist kein Geheim­nis, dass gute User Expe­ri­ence zu einem nach­hal­ti­gen und bedeut­sa­men Wett­be­werbs­vor­teil füh­ren kann. Des­halb wird sie von vie­len Unter­neh­men zuneh­mend prio­ri­siert, denn sie bestimmt den Ein­druck über ange­bo­te­ne Pro­duk­te sowie Unter­neh­men wel­che Kun­den erhal­ten, wenn sie sich auf einer Platt­form bewegen.

Eine gute User Expe­ri­ence ent­schei­det nicht nur dar­über ob Ihre Kun­den mit Ihrem Ange­bot zufrie­den sind, sie sorgt nach­hal­tig dafür, dass Kun­den wie­der­kom­men möch­ten und kann somit das eige­ne Unter­neh­men von sei­nen Mit­be­wer­bern abheben.

Die fünf Ebenen

Eine Opti­mie­rung der User-Expe­ri­ence ist gleich­zei­tig eine Opti­mie­rung der Effi­zi­enz. Es wird den Besu­chern dabei gehol­fen, ihre Arbeit schnel­ler zu ver­rich­ten und dabei weni­ger Feh­ler zu machen.

Exper­ten­tipp

Ver­bes­sern Sie bspw. die Effi­zi­enz von Werk­zeu­gen, so ver­bes­sern Sie damit auch die Pro­duk­ti­vi­tät eines Unter­neh­mens.

Ein­zel­ne Auf­ga­ben soll­ten so wenig Zeit wie mög­lich in Anspruch neh­men. Doch es ist nicht nur das Ergeb­nis aus finan­zi­el­ler und pro­duk­ti­ver Sicht wel­ches so reiz­voll erscheint.

Es sind vor allem psy­cho­lo­gi­sche Fak­to­ren, wenn wir Beden­ken wie sich die Arbeit mit einem kom­pli­zier­ten, frus­trie­ren­den Werk­zeug im Gegen­satz zu einem natür­li­chen und ein­fach anwend­ba­ren Werk­zeug, auf den Anwen­der auswirkt.

Die User Expe­ri­ence beim Ein­kauf über das Inter­net weist jedes Mal einen ziem­lich ähn­li­chen Ver­lauf auf.

Ein Web­shop wird besucht, anschlie­ßend wird das gewünsch­te Pro­dukt über die Navi­ga­ti­on oder über eine Such­funk­ti­on gefun­den, es wer­den Kon­takt- sowie Kon­to­da­ten ange­ge­ben und der Web­shop bestä­tigt bei einem erfolg­rei­chen Zah­lungs­ein­gang, dass das Pro­dukt nun ver­sen­det wird.

Die­ser Ablauf ent­steht aus einer Viel­zahl an klei­nen und grö­ße­ren Ent­schei­dun­gen.

Wie sieht die Platt­form aus, was kann sie und wie ver­hält sie sich? Die Ant­wor­ten auf diese Fra­gen bauen auf­ein­an­der auf und durch­drin­gen die Aspek­te der User Expe­ri­ence.

Betrach­ten wir nun die ein­zel­nen Ebe­nen, wel­che die Nut­zer­er­fah­rung bestimmen.

Ober­flä­chen­ebe­ne

Die Ober­flä­che besteht aus Gra­fi­ken und Tex­ten. Man­che davon sind anklick­bar und beinhal­ten gewis­se Funk­tio­nen, z.B. gelangt man bei einem Klick auf ein Ein­kaufs­wa­gen­sym­bol zum Warenkorb.

Ande­re hin­ge­gen die­nen nur zur Illus­tra­ti­on, wie etwa das Logo eines Unternehmens.

Ras­ter­ebe­ne

Das Aus­se­hen der Ober­flä­che wird bestimmt durch ein Ras­ter, wel­ches die Posi­tio­nie­rung und Anord­nung der Steu­er­ele­men­te, sowie Fotos und Text­blö­cken vorgibt.

Mit Hilfe des Ras­ters wird ver­sucht das Maxi­mum an Wir­kung und Effi­zi­enz aus den ein­zel­nen Ele­men­ten her­aus zu holen.

Struk­tur­ebe­ne

Das Ras­ter kon­kre­ti­siert die eher abs­trak­te Form der Struk­tur. Die Struk­tur bestimmt, wie ein Besu­cher zu einer bestimm­ten Seite gelangt, sie gibt also die mög­li­chen Wege vor.

Bspw. würde das Ras­ter fest­le­gen wie die Navi­ga­ti­ons­ele­men­te ange­ord­net wer­den, mit denen es dem Anwen­der ermög­licht wird, bestimm­te Pro­dukt­ka­te­go­rien zu durchsuchen.

Die Struk­tur­ebe­ne würde in die­sem Fall defi­nie­ren, um wel­che Kate­go­rien es sich hier­bei handelt.

Umfangs­ebe­ne

In der Struk­tur­ebe­ne wer­den die inein­an­der­grei­fen­den Merk­ma­le und Funk­tio­na­li­tä­ten definiert.

Die Umfangs­ebe­ne hin­ge­gen defi­niert das Vor­kom­men der Merk­ma­le und die Funk­tio­nen einer Web­site.

Es gibt z.B. Shops wel­che es ihren Kun­den anbie­ten, bereits getä­tig­te Ein­ga­ben, wie die Ver­wen­dung einer Lie­fer­adres­se zu spei­chern, damit diese sich bei der nächs­ten Bestel­lung eine wei­te­re Ein­ga­be erspa­ren können.

Ob ein Online­shop eine der­ar­ti­ge oder ander­wei­ti­ge Funk­ti­on anbie­ten soll, ist alles eine Frage des jewei­li­gen Umfangs.

Stra­te­gie­ebe­ne

Wie groß der Umfang einer Seite aus­fällt, wird von der jewei­li­gen Stra­te­gie bestimmt. Es geht dabei um den Nut­zen der Betrei­ber sowie um die Vor­tei­le, wel­che sich für die Anwen­der durch die Nut­zung ergeben.

Bei einem Online-Shop sind die stra­te­gi­schen Ziele meist sehr ein­deu­tig, die Besu­cher sol­len Pro­duk­te kaufen.

Ach­tung

Es gibt aber auch Ziele wel­che nicht so leicht zu for­mu­lie­ren sind, z.B. wel­che Rolle Wer­bung oder nut­zer­ge­ne­rier­te Inhal­te im jewei­li­gen Geschäfts­mo­dell spielen.

Die fünf Ebe­nen – Anwendung

Es han­delt sich hier also um fünf Ebe­nen wel­che ein kon­zep­tio­nel­les Gerüst bie­ten, um Pro­ble­me der User-Expe­ri­ence zu erken­nen, zu ver­ste­hen und zu lösen.

Lei­der ist in der Rea­li­tät eine ein­deu­ti­ge Tren­nung der genann­ten Berei­che nicht immer so ein­deu­tig. Die Erkennt­nis­se, auf wel­che Ele­men­te genau man sich nun kon­zen­trie­ren soll, um bestim­me Pro­ble­me der User Expe­ri­ence zu lösen, fällt oft sehr schwer.

Sol­len nun gra­fi­sche Ele­men­te geän­dert wer­den oder reicht eine Ände­rung der Navi­ga­ti­ons­ar­chi­tek­tur schon aus?

Eini­ge Pro­ble­me erfor­dern die Auf­merk­sam­keit meh­re­rer Ebe­nen, ande­re wie­der­um schei­nen sich nicht ein­deu­tig im Modell zuord­nen zu lassen.

Vor­ge­hen

Bei der Opti­mie­rung der User-Expe­ri­ence geht es meis­tens um eine Anzahl vie­ler klei­ner Pro­ble­me, wel­che es zu lösen gilt.

Ob ein Ansatz nun erfolg­reich oder zum Schei­tern ver­ur­teilt ist, lässt sich an zwei simp­len Vor­aus­set­zun­gen ausmachen:

Wird das Pro­blem ver­stan­den? Bspw. haben Sie ein Pro­blem hin­sicht­lich der But­ton-Ele­men­te auf Ihrer Start­sei­te ausgemacht.

Muss nun an der Ober­flä­chen­ebe­ne etwas ver­än­dert wer­den, also die Größe oder Farbe der But­tons, oder liegt das Pro­blem eher in der Ras­ter­ebe­ne und muss die Posi­tio­nie­rung der Ele­men­te ange­passt werden?

Ver­fü­gen die But­tons even­tu­ell nicht die vom Anwen­der gewünsch­te Funk­tio­na­li­tät? So muss an der Struk­tur­ebe­ne ange­setzt werden.

Sind die Kon­se­quen­zen Ihrer Maß­nah­men für Sie verständlich?

Jede Ent­schei­dung kann sich auf die dar­über sowie dar­un­ter­lie­gen­den Ebe­nen aus­wir­ken. Bspw. kann das Navi­ga­ti­ons­de­sign bei einem bestimm­ten Teil des Pro­duk­tes ein­wand­frei funk­tio­nie­ren, aber in einem ande­ren Teil wie­der­um nicht alle Erwar­tun­gen der Pro­dukt­ar­chi­tek­tur erfüllen.

Keine Expe­ri­men­te

Bei auch noch so inno­va­ti­ven Ansät­zen muss immer abge­wo­gen wer­den, ob dies auch die Erwar­tun­gen und Bedürf­nis­se des Nut­zers abdeckt.

Das Wohl­wol­len der Besucher

Jeder Besu­cher hat von Beginn an ein gewis­ses Maß an Wohl­wol­len. Jedes Pro­blem, wel­ches sich dem Anwen­der in den Weg stellt, lässt das Reser­voir die­ses Wohl­wol­lens sinken.

Der Vor­rat an Wohl­wol­len ist nicht unbe­grenzt, wenn Ihre Besu­cher sich stän­dig nur rum­är­gern müs­sen, weil sie nicht erwar­tungs­ge­mäß ihre Ziele auf Ihrer Web­site errei­chen kön­nen, so ist es nur eine Frage der Zeit bis sie ganz weg­blei­ben und Ihre Seite mei­den. Dies kann sich dras­tisch auf das Image eines Unter­neh­mens sowie auf den Umsatz auswirken.

Die Schuld­fra­ge

Inter­net­sei­ten kön­nen als tech­ni­sche und kom­ple­xe Gebil­de ange­se­hen wer­den, die Anwen­der zur Ver­zweif­lung trei­ben kön­nen. Inter­es­san­ter­wei­se geben sich die meis­ten Anwen­der selbst die Schuld, wenn sie bei der Anwen­dung auf Pro­ble­me stoßen.

Der Glau­be einen Feh­ler gemacht zu haben oder das Gefühl, an einer Stel­le nicht auf­ge­passt zu haben, irri­tie­ren den Anwen­der und las­sen ihn mit einem Befin­den der Hilfs­lo­sig­keit allein.

Dabei ist es nicht die Schuld des Anwen­ders, wenn eine Web­site schwer zu bedie­nen ist. So ziem­lich jede Inter­net­sei­te ist eine Art Selbst­be­die­nungs­pro­gramm, für die es weder Benut­zer­hand­bü­cher noch Trai­nings­se­mi­na­re oder Füh­run­gen gibt.

Der Anwen­der sieht sich der Seite allein gegen­über­ste­hend und muss sich dabei von Erfah­rungs­wer­ten und sei­ner geis­ti­gen Kom­pe­tenz lei­ten lassen.

Das Maß an Wohlwollen

Die Größe des Reser­voirs an Wohl­wol­len ist von Anwen­der zu Anwen­der sehr unter­schied­lich. Eini­ge sind von Natur aus gedul­di­ger und opti­mis­ti­scher ver­an­lagt als ande­re, wel­che z.B. schnell reiz­bar und gene­rell unge­dul­dig sind.

Exper­ten­tipp

Man soll­te stets mit einem nicht allzu gro­ßen Reser­voir der Besu­cher rechnen.

Je nach Situa­ti­on kann das Reser­voir eines Besu­chers schon von vorn­her­ein auf­ge­braucht sein, wenn er bspw. bereits lange auf ande­ren Sei­ten nach einem Pro­dukt gesucht hat, oder wenn er es ein­fach nur eilig hat.

So kann aus einem Besu­cher, wel­cher nor­ma­ler­wei­se einen sehr gro­ßen Vor­rat an Wohl­wol­len besitzt, bereits ein unge­dul­di­ger und gereiz­ter Anwen­der gewor­den sein, bevor er über­haupt Ihre Seite betre­ten hat.

Ver­trau­en

Es gibt aber auch Mög­lich­kei­ten dem ent­ge­gen­zu­wir­ken und das Reser­voir wie­der auf­zu­fül­len. Wenn der Besu­cher bemerkt, dass seine Ange­le­gen­hei­ten Ihnen am Her­zen lie­gen, so wird er sich mehr Zeit neh­men als sonst, weil er in Ihnen einen ver­trau­ens­wür­di­gen Anbie­ter gefun­den hat.

Nicht sel­ten kommt es vor, dass das kom­plet­te Reser­voir durch einen ein­zi­gen Feh­ler erschöpft wird. Wenn er sich z.B. bei einer Platt­form regis­trie­ren möch­te, aber beim Öff­nen des For­mu­lars bereits von unzäh­li­gen Ein­ga­be­fel­dern erschla­gen wird.

Das kann im schlimms­ten Fall dazu füh­ren, dass der poten­zi­el­le Kunde auf­grund die­ses simp­len Feh­lers die Seite ver­lässt und Ihre Platt­form in Zukunft kom­plett mei­den wird.

Nega­ti­ve Einflüsse

Gesuch­te Infor­ma­tio­nen sind nur schwer auf­zu­fin­den. Häu­fig kommt es vor, dass wich­ti­ge Daten wie Tele­fon­num­mern für den Sup­port, oder Lie­fer­kos­ten ver­bor­gen wer­den. Aus dem ein­fa­chen Grund, den Besu­cher von einem Anruf abzu­hal­ten, denn dies würde ja zusätz­li­che Kos­ten mit sich bringen.

Der Besu­cher wird bestraft, weil er nicht so vor­geht wie es von den Betrei­bern eines Online-Shops erwar­tet wird. Wenn ein Besu­cher sich Gedan­ken dar­über machen muss, wie er nun seine Daten in einem For­mu­lar ein­zu­ge­ben hat, kann dies zur Irri­ta­ti­on und einem unan­ge­neh­men Gefühl führen.

Wenn Sie bspw. Ein­ga­be­fel­der nicht genau kenn­zeich­nen oder ein­deu­tig anord­nen, kann der Anwen­der sich schnell über­for­dert sehen.

  • Muss die Sozi­al­ver­si­che­rungs­num­mer nun mit oder ohne Bin­de­strich ein­ge­ge­ben werden?
  • Kann ich meine Kre­dit­kar­ten­num­mer mit oder ohne Leer­zei­chen schreiben?

Oft wird der Anwen­der zu umständ­li­chen Ein­ga­ben gezwun­gen. Es wird ihm zu viel Spiel­raum gelas­sen, so dass er sel­ber inter­pre­tie­ren muss, wie denn nun eine kor­rek­te Ein­ga­be aus­zu­se­hen hat. Dadurch wird der Besu­cher gezwun­gen nach­zu­den­ken.

Bei der Anga­be von per­sön­li­chen Daten wer­den viele Anwen­der skep­tisch, wenn sie z.B. eine Viel­zahl an Infor­ma­tio­nen preis­ge­ben müs­sen, obwohl die Bedeu­tung nicht ersicht­lich erscheint. Wenn jemand bei der Bestel­lung eines Pro­duk­tes Infor­ma­tio­nen wie sein Geschlecht, Alter oder Tele­fon­num­mer ange­ben muss, so kann dies Ihren poten­zi­el­len Kun­den stark verärgern.

Ver­su­chen Sie nicht mit einer gestell­ten Offen­heit oder unauf­rich­ti­gen Ver­su­chen Ihren Besu­cher davon zu über­zeu­gen, dass Sie Inter­es­se an ihm haben.

Simon Mil­ler
Medi­en­in­for­ma­ti­ker (B. Sc.)

Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie Aus­sa­gen wie „Sie sind uns sehr wich­tig!“ oder „Ihre Inter­es­sen lie­gen uns am Her­zen“ lesen? Der­ar­ti­ge Aus­sa­gen wir­ken abge­dro­schen und ver­lie­ren jeg­li­che Glaub­wür­dig­keit, wenn Ihnen nicht zu ein­hun­dert Pro­zent nach­ge­gan­gen wird.

Wenn ein Besu­cher sich auf dem „Weg“ zu einem Pro­dukt mit lan­gen Flash-Intros oder sons­ti­gen Effekt­ha­sche­rei­en rum­schla­gen muss und ihm eine auf­ge­bläh­te Seite mit Unmen­gen Mar­ke­ting-Fotos dazu zwingt sich durch diese durch­zu­kli­cken bis er end­lich sein Ziel erreicht hat, so zei­gen Sie nur das Sie sich für Bedürf­nis­se der Anwen­der nicht inter­es­sie­ren.

Ach­tung

Eine unor­ga­ni­sier­te und unpro­fes­sio­nell wir­ken­de Seite kann sich sehr nega­tiv auf das Wohl­wol­len Ihrer Besu­cher auswirken.

Wenn eine Web­site den Ein­druck erweckt, dass weder Mühe noch Zeit in eine prä­sen­ta­ble Gestal­tung inves­tiert wurde, so kön­nen Sie mit ent­täusch­ten Besu­chern rechnen.

Gene­rell wird sich gerne über schlecht gestal­te­te Web­sites aus­ge­las­sen, aber prak­tisch kein Besu­cher wird eine Seite ver­las­sen oder mei­den, nur weil Sie nicht ein außer­ge­wöhn­li­ches und groß­ar­ti­ges Design vor­wei­sen kann.

Nach all den genann­ten Aspek­ten kann es durch­aus vor­kom­men, dass Sie bewusst Ele­men­te ein­set­zen, die das Wohl­wol­len Ihrer Besu­cher sin­ken lassen.

Wenn Sie z.B. eine Wer­bung in Form eines Pop-ups oder Ban­ners auf Ihrer Web­site plat­ziert haben, die Anwen­der sich dar­über auf­re­gen, Sie aber aus Ihren Sta­tis­ti­ken ent­neh­men kön­nen, dass Sie dadurch enor­me Mehr­ein­nah­men ver­zeich­nen kön­nen, so wer­den Sie daran wohl nichts ändern wollen.

Wich­tig ist bei der­ar­ti­gen Sze­na­ri­en nur, dass Sie diese Dinge bewusst beab­sich­ti­gen und es nicht ver­se­hent­lich passiert.

Posi­ti­ve Einflüsse

Ver­su­chen Sie in Erfah­rung zu brin­gen, wel­che Dinge für die Besu­cher Ihrer Seite am wich­tigs­ten sind. Danach gestal­ten Sie diese so ein­fach und nahe­lie­gend wie möglich.

Wenn Sie eine Seite betrei­ben, auf der Knet­pro­duk­te ver­kauft wer­den, so soll­ten ein pro­blem­lo­ser Ein­kauf des Besu­chers und eine rei­bungs­lo­se Abwick­lung der Bestel­lung obers­te Prio­ri­tät haben.

Gei­zen Sie nicht mit Infor­ma­tio­nen bezüg­lich Din­gen wie Lie­fer­kos­ten, even­tu­el­len Park­ge­büh­ren oder ande­ren Auf­la­gen die den Kun­den betref­fen könn­ten. Durch diese Offen­heit schaf­fen Sie Ver­trau­en und Authen­ti­zi­tät.

Exper­ten­tipp

Erspa­ren Sie dem Besu­cher Schrit­te, wel­che ver­mie­den wer­den können.

Wenn bspw. nach einer Bestel­lung dem Kun­den direkt eine Num­mer zur Nach­ver­fol­gung sei­nes Pakets geschickt wird, ist das zwar eine gute Sache, lässt sich aber noch optimieren.

In dem Sie der Bestell­be­stä­ti­gung einen Link hin­zu­fü­gen, wel­cher auf die Seite des Lie­fe­ran­ten ver­weist und die­sem gleich die Nach­ver­fol­gungs­num­mer über­gibt, sodass der Kunde diese gar nicht erst ein­ge­ben muss, wird posi­ti­ver Ein­fluss auf das Wohl­wol­len des Kun­den genommen.

Fun Fact

Ama­zon war hier der erste Online­shop wel­cher sei­nen Kun­den diese Metho­de ange­bo­ten hat.

Inves­tie­ren Sie Zeit

Gene­rie­ren Sie Infor­ma­tio­nen, wel­che Kun­den zur Lösung ihrer Pro­ble­me benö­ti­gen kön­nen. Gewähr­leis­ten Sie, dass alle dar­ge­stell­ten Inhal­te für ihren Kun­den akku­rat und nütz­lich sind.

Exper­ten­tipp

Prä­sen­tie­ren Sie alle Inhal­te klar und ein­deu­tig. Orga­ni­sie­ren Sie Ihre Seite so, dass alles auf Anhieb gefun­den wer­den kann.

Ver­su­chen Sie im Vor­feld die am wahr­schein­lich häu­figs­ten Fra­gen Ihrer Besu­cher zu klä­ren und beant­wor­ten Sie diese auf einer spe­zi­el­len Unter­sei­te, den soge­nann­ten Fre­quent­ly Asked Ques­ti­ons – kurz FAQ. Diese kön­nen für Ihre Besu­cher enorm wert­voll sein, wenn sich dahin­ter auch echte FAQs befin­den und es sich nur um bil­lig ver­klei­de­te Mar­ke­ting­phra­sen handelt.

Es geht dabei nicht um Fra­gen wel­che Sie gerne hören wol­len, son­dern um Fra­gen wel­che den Besu­chern durch den Kopf gehen, wenn er Ihre Seite besucht oder einen Ein­kauf erwägt. Über den Kun­den­dienst und mit der Hilfe des tech­ni­schen Sup­ports kön­nen Sie schnell eine Liste mit den tat­säch­lich am häu­figs­ten gestell­ten Fra­gen anfertigen.

Wie bereits vor­hin schon erwähnt, ist es wich­tig Offen­heit beim Umgang mit Infor­ma­tio­nen zu zei­gen. Auch wenn es Infor­ma­tio­nen sind die Ihre Kun­den viel­leicht gar nicht hören wol­len. Eine gut recher­chier­te und ehr­li­che FAQ-Seite wird sich auf das Wohl­wol­len Ihrer Besu­cher posi­tiv auswirken.

Bauen Sie Funk­tio­na­li­tä­ten ein, wel­che dem Besu­cher das Leben erleich­tern. Schau­en Sie bspw. dass Ihre Sei­ten dru­cker­freund­lich gestal­tet sind.

Wenn der Besu­cher eine Arti­kel­be­schrei­bung oder einen Infor­ma­ti­ons­text gerne im aus­ge­druck­ten For­mat haben möch­te, so ist es wich­tig eben diese Sei­ten auch so zu gestal­ten, dass Sie auch auf dem Papier gut aus­se­hen. Jede Art von Wer­bung oder unnö­ti­gen Navi­ga­ti­ons­ele­men­ten muss weg, diese sind Platz­fres­ser und für den Anwen­der in sei­ner Absicht ohne jeg­li­che Bedeutung.

Wenn ein Besu­cher einen Feh­ler begeht, soll es ihm so ein­fach wie mög­lich gemacht wer­den die­sen zu behe­ben und sich anschlie­ßend wie­der zurechtzufinden.

Mit der Hilfe von Usa­bi­li­ty-Tests kön­nen Sie etli­che Feh­ler von vorn­her­ein ver­mei­den. Man­che Feh­ler sind unver­meid­lich, hier gilt es einen ele­gan­ten Weg zu schaf­fen, damit der Besu­cher sich neu ori­en­tie­ren kann und wie­der auf die Spur findet.

Soll­te ein Pro­blem nicht beho­ben wer­den kön­nen, so ist im Zwei­fels­fall eine Ent­schul­di­gung nicht der schlech­tes­te Weg. Manch­mal sind die Res­sour­cen und Mög­lich­kei­ten ein­fach nicht vor­han­den um auf alle Wün­sche der Anwen­der ein­zu­ge­hen. In der­ar­ti­gen Fäl­len gilt es den Nut­zer dar­über zu infor­mie­ren und sich für die berei­te­ten Unan­nehm­lich­kei­ten zu entschuldigen.

UX-Exper­ten aus Aalen

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Über den Autor

Simon Miller

Simon Miller ist Geschäftsführer bei smarterPresence, leidenschaftlicher SEO und Webentwickler mit über 10 Jahren Erfahrung aus der Praxis.

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